Kalimeris / Schönaster

Staude des Jahres 2026
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Schönaster

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Schönaster (Kalimeris) – Staude des Jahres 2026

Es gibt Stauden, die drängen sich mit spektakulären Farben in den Vordergrund. Und es gibt jene, die ihre Wirkung erst auf den zweiten Blick entfalten – leise, anmutig und dennoch unverzichtbar. Die Schönaster (Kalimeris) gehört zweifellos zur zweiten Gruppe. Doch wer sie einmal in voller Blüte erlebt hat, weiß: Ihre Zurückhaltung ist nur scheinbar. In Wahrheit besitzt sie eine enorme Strahlkraft – über Monate hinweg, bei Wind und Wetter, im Beet ebenso wie in naturnahen Pflanzungen.

Kalimeris vereint, was sich moderne Gartenliebhaber wünschen: eine lange Blütezeit, robuste Natur, ökologischen Nutzen und ein Erscheinungsbild, das Leichtigkeit in jede Gestaltung bringt. Zeit also, diese besondere Staude näher kennenzulernen.

einzelne Blüte einer violetten Kalimeris

Zwischen Aster und Eigenständigkeit – Die botanische Einordnung

Wer der Schönaster zum ersten Mal begegnet, hält sie oft für eine Aster – und das ist nicht einmal weit hergeholt. Die sternförmigen Blüten mit der goldgelben Mitte wirken vertraut, als hätte man sie schon hundertmal gesehen. Tatsächlich gehört Kalimeris zur Familie der Korbblütler. Dennoch bildet sie seit dem 19. Jahrhundert eine eigene Gattung und ist damit mehr als nur ein hübsches Aster-Doppel.

Der deutsche Name „Schönaster“ ist deshalb so passend, weil er den Eindruck im Garten auf den Punkt bringt: Kalimeris wirkt wie die feiner gezeichnete, freundlichere Schwester der Astern. Während viele Astern erst im Spätsommer oder Herbst ihr Feuerwerk zünden, setzt Kalimeris bereits im Hochsommer Akzente. Sie übernimmt die Rolle einer Brückenpflanze: Nach dem Flor vieler Frühsommerstauden und bevor die farbintensiven Herbstblüher dominieren, hält sie das Beet lebendig und hell.

Auch im Wuchs zeigt sich ihre Eigenständigkeit. Kalimeris ist von Natur aus standfest und bleibt in der Regel aufrecht, ohne dass man sie anbinden oder stützen muss. Das macht sie besonders angenehm für alle, die pflegeleichte, dennoch elegante Pflanzungen lieben.

Fernöstliche Wurzeln 

Die Schönaster stammt aus Ostasien und ist in Japan, China, der Mongolei und bis nach Sibirien verbreitet. Diese Herkunft erklärt vieles, was man im Garten an ihr schätzt: Sie ist an Regionen gewöhnt, in denen Wetterumschwünge zum Alltag gehören. Trockenheit und Feuchte, Hitze und Kühle – Kalimeris kann mit Gegensätzen umgehen.

Gerade heute ist das ein starkes Argument. Sommer werden häufiger extrem: Wochenlange Trockenphasen wechseln mit Starkregen, milde Winter wechseln mit kurzen, strengen Kälteeinbrüchen. Eine Staude, die sich davon nicht beeindrucken lässt, ist Gold wert. Kalimeris hat in den vergangenen Jahren in vielen Gärten gezeigt, wie gut sie mit solchen Schwankungen zurechtkommt. Das macht sie nicht nur zur Staude des Jahres, sondern zu einer Staude mit Zukunft.

Kalimeris in voller Blüte im Sommer

Warum Kalimeris die Staude des Jahres 2026 ist – Eine Pflanze für moderne Gartenkonzepte

Die Wahl zur Staude des Jahres ist immer auch ein Statement. Sie hebt Pflanzen hervor, die beispielhaft für zeitgemäße Gartenkultur stehen – robust, vielseitig, nachhaltig und gestalterisch überzeugend. Kalimeris erfüllt all diese Kriterien in bemerkenswerter Weise und verkörpert damit eine neue Generation von Stauden, die sich gleichermaßen an ästhetischen wie ökologischen Ansprüchen orientieren.

Ein Dauerblüher mit verbindender Funktion im Beet

Ein entscheidender Grund für die Auszeichnung liegt in ihrer außergewöhnlich langen Blütezeit. Während viele Stauden ihre Hauptblüte entweder im Frühsommer oder im Herbst haben, schließt die Schönaster die Lücke dazwischen. Von Ende Juni bis weit in den September hinein – teils sogar bis in den Oktober – sorgt sie für eine verlässliche, ruhige Blütenpräsenz.

Diese Kontinuität macht sie zu einem verbindenden Element im Beet. Sie überbrückt Übergänge, fängt gestalterische Spannungsbögen auf und hält Pflanzungen über Monate hinweg zusammen. Gerade in durchdacht geplanten Staudenbeeten ist diese Eigenschaft von unschätzbarem Wert. Kalimeris ist keine kurzzeitige Attraktion, sondern eine dauerhafte Begleiterin durch den Sommer.

Schönaster (Kalimeris) als Unterpflanzung

Klimarobust und standfest – Eine Staude mit Zukunft

Angesichts zunehmend wechselhafter Wetterbedingungen gewinnen robuste, anpassungsfähige Pflanzen immer mehr an Bedeutung. Kalimeris zeigt hier eine beeindruckende Gelassenheit. Sie verträgt Hitzeperioden ebenso wie feuchtere Sommerphasen, bleibt standfest bei Starkregen und benötigt keine aufwendigen Stützmaßnahmen.

Diese Widerstandskraft reduziert nicht nur den Pflegeaufwand, sondern erhöht auch die Planungssicherheit in der Gartengestaltung. Wer heute pflanzt, möchte Stauden, die langfristig funktionieren – ohne intensiven Pflegeeinsatz. Genau hier setzt die Schönaster an: Sie ist verlässlich, langlebig und dauerhaft stabil.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten im Garten

Ein weiterer Grund für ihre Wahl liegt in ihrer außergewöhnlichen Vielseitigkeit. Kalimeris lässt sich in ganz unterschiedlichen Gartenstilen einsetzen:

Im klassischen Staudenbeet
Hier übernimmt sie die Rolle einer ruhigen, verbindenden Sommerstaude. Zwischen kräftigen Farben – etwa Gelb- und Orangetönen von Sonnenhut oder Helenium – wirkt sie wie ein optischer Ruhepol. Ihre hellen Blüten schaffen Lichtinseln und verhindern, dass Pflanzungen zu schwer oder überladen wirken.

blühende Kalimeris, Schönaster im Beet zwischen anderen Stauden und Gräsern

In naturnahen Pflanzungen und Präriebeeten
Besonders eindrucksvoll ist ihre Wirkung in wiesenartigen Arrangements. Zwischen Ziergräsern wie Calamagrostis, Panicum oder Molinia entfalten ihre sternförmigen Blüten eine schwebende Leichtigkeit. Sie wirkt hier fast wildstaudenartig, ohne unkontrolliert zu wachsen. Gerade in modernen, von der Natur inspirierten Pflanzkonzepten passt sie hervorragend ins Bild.

Am Gehölzrand
In lichtem Halbschatten am Rand von Sträuchern oder kleineren Bäumen sorgt Kalimeris für eine helle, freundliche Blütenschicht. Dort verbindet sie Gehölze und Stauden harmonisch miteinander und schafft weiche Übergänge.

In öffentlichen Grünanlagen
Dank ihrer Robustheit, Standfestigkeit und langen Blütezeit eignet sie sich auch für pflegearme Anlagen im öffentlichen Raum. Sie bleibt selbst bei wechselnden Witterungsbedingungen attraktiv und benötigt nur minimale Betreuung.

Harmonische Pflanzpartner – Leichtigkeit trifft Struktur

Ein wesentlicher Aspekt ihrer Auszeichnung ist ihre enorme Kombinationsfähigkeit. Kalimeris ist keine dominante Solistin, sondern eine teamfähige Staude, die andere Pflanzen unterstützt und ergänzt.

Zu aufrecht wachsenden Blütenstauden
Neben Kerzenknöterich (Bistorta amplexicaulis) oder Blut-Weiderich (Lythrum salicaria) entsteht ein reizvoller Kontrast zwischen vertikalen Blütenkerzen und den lockeren Blütenwolken der Schönaster. Die Kombination wirkt dynamisch und dennoch harmonisch.

Mit Sonnenhüten und Rudbeckien
Die warmen Gelb- und Orangetöne von Rudbeckia oder Helenium gewinnen durch die kühlen Weiß- und Blaunuancen von Kalimeris an Tiefe. Sie mildert kräftige Farbflächen ab und sorgt für eine ausgewogene Gesamtwirkung.

Neben Scheinsonnenhut (Echinacea)
Hier entsteht ein spannender Dialog zwischen großblumigen, markanten Blüten und der feinen Sternenfülle der Schönaster. Die unterschiedlichen Blütengrößen ergänzen sich ideal.

Mit Gräsern
Ziergräser sind vielleicht ihre schönsten Begleiter. Federnde Halme von Panicum, Calamagrostis oder Stipa geben der Pflanzung Bewegung, während die hellen Blüten der Kalimeris wie kleine Lichtpunkte darüber schweben. Diese Kombination vermittelt Natürlichkeit und Modernität zugleich.

Ökologischer Wert mit ästhetischem Anspruch

Die Wahl zur Staude des Jahres berücksichtigt zunehmend auch ökologische Kriterien. Kalimeris erfüllt diese in vorbildlicher Weise. Ihre offenen Blüten bieten Bienen, Hummeln und Schmetterlingen über viele Wochen hinweg Nahrung. Anders als gefüllte Blütenformen bleibt sie für Insekten leicht zugänglich.

Zugleich bleiben ihre stabilen Stängel bis in den Winter hinein strukturgebend. Sie bieten Insekten Schutz und Lebensraum, wenn sie nicht sofort zurückgeschnitten werden. Damit verbindet sie Biodiversität mit ästhetischer Winterwirkung – ein Aspekt, der in naturnahen Gärten immer stärker berücksichtigt wird.

Bienen sammeln Pollen auf Kalimeris-Blüten

Pflegearm und langlebig – Nachhaltigkeit im Staudenbeet

Ein weiterer Grund für ihre Auszeichnung ist ihre Anspruchslosigkeit. Kalimeris verlangt weder intensive Düngung noch regelmäßiges Ausputzen. Ein Rückschnitt im Spätwinter genügt. Sie zeigt sich weitgehend unempfindlich gegenüber Krankheiten und wird von Schnecken kaum beachtet.

Diese Pflegeleichtigkeit reduziert den Ressourcenverbrauch im Garten – weniger Dünger, weniger Pflanzenschutz, weniger Aufwand. Nachhaltige Gartengestaltung bedeutet nicht nur die Auswahl insektenfreundlicher Pflanzen, sondern auch langlebiger, robuster Arten, die über viele Jahre hinweg zuverlässig gedeihen.

Eine Staude als Symbol für zeitgemäßes Gärtnern

Die Wahl von Kalimeris zur Staude des Jahres 2026 steht somit stellvertretend für einen Wandel in der Gartenkultur. Gefragt sind nicht mehr nur spektakuläre Einzelpflanzen, sondern Stauden, die:

  • langfristig funktionieren
  • klimatische Veränderungen tolerieren
  • ökologische Mehrwerte bieten
  • vielseitig kombinierbar sind
  • mit geringem Pflegeaufwand auskommen

Kalimeris vereint all diese Eigenschaften in einer überraschend zarten Erscheinung. Gerade dieser Kontrast – filigrane Optik und robuste Natur – macht sie so besonders.

Sie ist keine laute Modeerscheinung, sondern eine nachhaltige Bereicherung. Eine Staude, die sich in unterschiedlichste Konzepte integrieren lässt, Pflanzungen zusammenhält und über viele Jahre hinweg zuverlässig Freude bereitet.

Genau deshalb trägt sie mit Recht den Titel „Staude des Jahres 2026“: als Botschafterin für ein naturnahes, klimabewusstes und zugleich ästhetisch anspruchsvolles Gärtnern.