Giersch bekämpfen – Lösen Sie Ihr Unkrautproblem

Giersch bekämpfen – Eine fortwährende Aufgabe für Hobbygärtner

Bei Gesprächen unter Gartenliebhabern ist ein Unkraut nahezu Dauerthema: der Giersch. Ständig schauen die ungeliebten Blätter an verschiedenen Stellen im Garten aufdringlich hervor und scheinen sich schier unausrottbar immer wieder neu auszubreiten. Doch genauso hartnäckig wie der Giersch selber sind auch die meisten Gartenbesitzer, die stetig aufs Neue versuchen den Giersch zu bekämpfen. Auf der Suche nach guten Tipps und Tricks, wie man den lästigen Gartenbesetzer aus seiner Grünanlage entfernt, ist dabei jeder für neue, hilfreiche Erfahrungen offen. Einige sind hier im Folgenden nachzulesen, von denen möglicherweise auch genau der passende Ratschlag dabei ist, der Ihr Unkrautproblem ideal löst.

 

Wissenswertes über Giersch

Der Giersch (Aegopodium podagraria) zählt zweifelsohne zu den hartnäckigsten Unkräutern, die unsere Gärten hierzulande besiedeln. Aber nicht nur bei uns in Deutschland, sondern auch an anderen Orten in Europa und Asien fühlt sich der Giersch heimisch. Nicht in der prallen Sonne, aber im Halbschatten breitet sich Giersch im Schutz von Stauden und Gehölzen scheinbar unaufhaltsam aus. Insbesondere auf nährstoffreichen Böden mit einer guten Wasserversorgung fühlt er sich wohl und bildet sein stark verzweigtes Wurzelnetz (Rhizome) intensiv aus. Oberirdisch ist er leicht an seinen bis ca. 30 Zentimetern hochwachsenden Blättern zu erkennen. Diese werden im Extremfall von den bis zu einem Meter emporragenden Blütenständen übertroffen, welche sich doldenförmig zeigen. Insbesondere in Beeten mit Stauden, welche als Dauerbepflanzung vorgesehen sind, breitet sich Giersch gerne aus und ist dort besonders schwierig zu bekämpfen. Abgesehen von seiner Verbreitung über die starke, unterirdische Rhizombildung sät sich Giersch zu allem Überfluss noch selber aus.

 

Wann Sie Giersch am besten bekämpfen

Idealerweise holt der passionierte Gärtner so früh wie möglich zum Gegenschlag gegen das unerwünschte Grün in seinem Garten aus. Bereits im Frühjahr zeigen sich die ersten Blätter, die es zu entfernen gilt. Da es Giersch aber erfahrungsgemäß immer wieder versucht, den Garten zu erobern, werden Sie das ganze Jahr über ein wachsames Auge auf mögliche erste Anzeichen werfen müssen, wenn Sie Giersch dauerhaft aus Ihrem Garten verbannen möchten.

 

Wie Sie Giersch bekämpfen – Und das mit Erfolg

Um die Bekämpfungsmethoden von Giersch ranken sich unterdessen die tollsten Mythen, doch was hilft wirklich?

Einige Gärtner entfernen bereits beim ersten Durchluken von Giersch dessen Blätter und schneiden oder zupfen diese einfach oberflächlich ab. Das schwächt die Pflanze zwar auf Dauer, doch werden dadurch im Pflanzenteppich lediglich diverse Lücken erzeugt und unterirdisch schwelt das lästige Unkraut weiter. Komplettes Ausrotten funktioniert mit dieser Methode langfristig nicht.

Die mühevollere, aber weitaus effizientere Methode ist das sorgfältige Entfernen des Wurzelwerks. Es ist zwar recht arbeitsintensiv, aber wer sich mit der Grabegabel gewissenhaft ans Werk macht, hat noch die eheste Chance, den Giersch effektiv zu bekämpfen.

 

Sorgfalt walten lassen bei der Bekämpfung von Giersch

Wer sich die Mühe macht, das widerspenstige Wurzelgeflecht des Giersches minutiös aus der Erde zu entfernen, der sollte unbedingt darauf achten, dass dieses auch vollständig geschieht. Die einzelnen Rhizome von Giersch sind recht brüchig, was deshalb so problematisch ist, da der Verbleib selbst von dem kleinsten Rest an Wurzeln zu einer erneuten Ausbreitung der grünen Plage führt. Genau aus diesem Grunde ist einfaches Umgraben zum Giersch Bekämpfen auch ineffizient, da das Wurzelwerk dadurch keinen Schaden nimmt und neuem Wachstum nicht im Wege steht. Ganz im Gegenteil: Durch das einfache Kappen der Wurzel wird das Pflanzenwachstum von Giersch noch zusätzlich angeregt.

Noch ein wichtiger Tipp: Entsorgen Sie Giersch nicht auf dem Kompost, denn auch da breitet er sich basierend auf Pflanzenresten wieder ungehindert aus und verteilt seine Samen. Verwerten Sie stattdessen Gierschblätter doch zum Beispiel in der Küche. So mancher Gärtner schwört mittlerweile auf Giersch als Salat oder zum Würzen für Suppen, Aufläufen usw.

 

Alternativen zur Bekämpfung von Giersch

Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, den Giersch dauerhaft zu bekämpfen:

  • So können Sie zum Beispiel ungenutzte Beete oder Bereiche unter Gehölzen hervorragend mit Pappe und Mulch abdecken, um die Rhizome des Giersch nach und nach zu ersticken.

 

  • In kultivierten Beeten ist statt Pappe der Einsatz von Gartenflies - ebenfalls mit Mulch bereichert - ein probates Mittel zur Bekämpfung von Giersch. Beides erwerben Sie unter anderem bei Gartenspezialisten wie Bohlken Baumschulen einfach Online. Einer Bepflanzung des Beetes mit Ihren Lieblingsblumen bzw. -stauden steht dabei trotz Vlies nichts im Wege.

 

  • Ein Geheimtipp erfahrener Gärtner ist der Anbau von Kartoffelpflanzen. Diese können beispielsweise bei einem Neubau über ein Jahr im künftig angedachten Beet kultiviert werden und verdrängen Giersch mit großem Erfolg.

 

  • Der Einsatz von Herbiziden sollte selbstverständlich nur das allerletzte Mittel sein um Giersch zu bekämpfen. Da Unkrautvernichter auch so manchen Kulturpflanzen gehörig zusetzen, ist der Einsatz aber nur unter bestimmten Umständen möglich – wie beispielsweise vor einer Neuanlage eines gesamten Beetes.

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