Buchsbaum Krankheit - erkennen und erste Hilfe

Buchsbaum Krankheit - erkennen und erste Hilfe

Der Buchsbaum gehört zu den beliebtesten Gewächsen überhaupt. Ob im heimischen Garten, in Parks oder auf dem Friedhof – der Buchsbaum ist wirklich überall zu finden. Das liegt daran, dass er sich super als Heckenpflanze eignet aber auch für Formschnitte geeignet ist. Ein weiterer Grund für die Beliebtheit des Buchsbaums ist, dass er eine langsam wachsende Hecke, sehr pflegeleicht und immergrün ist. Ein Manko aber hat die Pflanze: die Buchsbaum Krankheiten. Diese bringen regelmäßig Profi- und Hobbygärtner zum verzweifeln und können ganze Buchsbaum Kolonien vernichten. Im Folgenden stellen wir, von bohlken-baumschulen, Ihnen einige häufige Buchsbaum Krankheiten mit Tipps zur Bekämpfung vor.

Buchsbaum Krankheit – Pilze , die den Buchsbaum angreifen

Die häufigsten Buchsbaum Krankheiten sind verschiedene Pilze. Diese können je nach Art den Buchsbaum schwer beschädigen. Deswegen gilt es, den Befall früh zu erkennen und möglichst vollständig zu entfernen.

Die weitverbreitetste Buchsbaum Krankheit ist das Buchsbaum-Triebsterben, welches auch Buchsbaumpilz genannt wird. Dabei dringt der Pilz über die Wachsschutzschicht der Blätter in die Pflanze ein und tötet sie nach und nach. Der Pilz ist über Regen- und Spritzwasser übertragbar, was es besonders schwer macht die eigenen Pflanzen vor dieser Buchsbaum Krankheit zu schützen. Sie können die Krankheit daran erkennen, dass zuerst auf der Blattunterseite viele kleine weiß-graue Sporenlager auftauchen. Nach stärkerem Befall sind dunkelbraune Flecken auf der Blattoberseite zu erkennen. An den Trieben bilden sich außerdem dunkelblaue bis schwarze Linien. Wenn der Befall voranschreitet werden die ganzen Blätter gräulich und fallen ab. Wenn der Buchsbaum erst einmal befallen ist, sollten Sie schnell handeln und den Buchsbaum radikal kurz schneiden, sowie die oberste Bodenschicht entfernen. Das Grünzeug und den Boden nicht zu Kompost verarbeiten, sondern entsorgen.

Der Buchsbaumkrebs ist eine weitere Buchsbaum Krankheit, bei der ein Pilz die Pflanze befällt. Der Buchsbaum wird vor allem über Schnittstellen und Verletzungen infiziert. Vor allem junge Triebe und Blätter sind betroffen. Der Pilz verursacht, dass die Blätter blass-grün werden, rosafarbene Sporenbeläge auf der Blattunterseite sind und Blätter und ganze Triebe letztendlich absterben. Um eine Ausbreitung zu verhindern müssen Sie die Pflanzen bis auf die gesunden Teile zurückschneiden und das befallene Grünzeug gründlich entfernen und entsorgen.

Die Buchsbaumwelke ist ebenfalls eine Pilzerkrankung, die in der Regel nur einzelne Äste, Blätter oder Zweige befällt. Erkennbar ist sie an der Rinde, die dunkle Stellen aufweist und an diesen Stellen weicher ist als der Rest der Rinde. Die Buchsbaum Krankheit ist nicht sehr schwerwiegend, daher reicht ein Rückschnitt der betroffenen Stellen.

Ein weiterer Pilz verursacht den Buchsbaumrost. Diese Buchsbaum Krankheit kommt eher selten vor. Der Pilz wächst im Inneren der Blätter und verdickt diese. Im folgenden Herbst sehen sie rostbraune Sporenlager auf Blattober- und Blattunterseite. Es tritt kaum Laubabfall auf, wodurch die Infektionsquelle länger am Buchsbaum bleibt. Die befallenen Triebe sollten Sie umgehend entfernen.

Buchsbaum Krankheit - Schädlinge

Ein weiterer wichtiger Punkt bei den Buchsbaum Krankheiten sind die Schädlinge. Sie sind zwar nicht wirklich Krankheiten, da der Befall durch Tiere verursacht wird, trotzdem sind sie bei Buchsbäumen so häufig, dass sie als Krankheit bezeichnet werden können.

Der häufigste Schädling ist der Buchsbaumzünsler, der einen Buchsbaum vollständig zerstören kann. Dabei fressen die jungen Raupen des Zünslers die Blätter und die Rinde des Buchsbaums. Alle Pflanzenteile oberhalb der angefressenen Stelle sterben ab. Der Befall ist daran erkennbar, dass der Buchsbaum beige-gelblich ist, kaum noch Blätter hat und von den Raupen eingesponnen ist. Die Bekämpfung des Buchsbaumzünslers ist sehr schwierig und nur zu bestimmten Zeitpunkten mit biologischen Präparaten oder Insektiziden möglich. Eine andere Möglichkeit wäre die Buchsbäume mit Hochdruckreiniger abzuspritzen und die herunterfallenden Raupen einzusammeln. Dabei können aber leicht Tiere übersehen werden.

Eine weitere Buchsbaum Krankheit ist der Buchsbaum Blattfloh. Die jungen Buchsbaum Blätter rollen sich löffelförmig nach oben, die Blätter verfärben sich gelb und oftmals sind die betroffenen Pflanzenteile von weißen Wachsfäden überzogen. Diese vermindern das Triebwachstum der Pflanzen. Häufig bildet sich auch der Rußtaupilz auf den Honigtauausscheidungen der Tiere. Dieser schwarze Belag schwächt den Buchsbaum. Bei Befall sollten sie alle betroffenen Triebspitzen Ende des Sommers oder im Herbst zurückschneiden und entsorgen.

Ein weiterer Schädling ist die Buchsbaumgallmücke, die ebenso als Buchsbaum Krankheit gezählt werden kann. Erkennbar ist sie an gelblichen Flecken auf den Blättern, die beulenförmig sind. Bei einem starken Befall werden die einzelnen Flecken zu einer großen Blase. Bei geringem Befall ist kaum was zu erwarten. Wenn Sie einen starken Befall vorliegen haben, kann es zu erheblichem Laubverlust kommen und Sie sollten einen Rückschnitt vornehmen.

Die Buchsbaum-Spinnmilbe ist nur in sehr heißen Sommern ein Problem. Bei Wärme und Trockenheit taucht dieser Schädling besonders häufig auf und wird sichtbar durch gelbliche bis weißliche Sprenkler an der Blattoberseite. Bei sehr starkem Befall, durch die Buchsbaum Krankheit, werden die Blätter hell und können abfallen. Zur natürlichen Bekämpfung können Raubmilben eingesetzt werden, sonst bleibt nur der Griff zum Pflanzenschutzmittel.

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