Bäume und Sträucher schneiden - Wissenswertes für Gartenliebhaber

Im Februar lockt der Garten mit ersten Tätigkeiten

Endlich ist es wieder soweit: Die Tage werden länger, der Frost ist an vielen Stellen bereits raus aus den Böden und die ersten zarten, grünen Triebe lassen sich blicken. Kurz um: Der Garten ruft! Der Februar ist ein idealer Monat, um bei vielen Bäumen und Sträuchern einen Rückschnitt vorzunehmen. Außerdem ist nun der optimale Zeitpunkt zum Pflanzen vieler Gehölze. Doch auch Filigranarbeit, wie das Vermehren von Schneeglöckchen, passt beispielsweise hervorragend in diese Zeit. Was nun wie am besten im Garten erledigt werden kann, möchten wir von Bohlken Baumschulen unseren Gartenfreunden an dieser Stelle gerne etwas näher erläutern.

 

Bäume und Sträucher schneiden – Aber welche?

Viele verschiedene Baum- und Straucharten vertragen hin und wieder einen deutlichen Rückschnitt. Dabei ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt im Gartenjahr nicht zu verpassen. Auch im Februar gibt es verschiedene Kandidaten unter den Gehölzen, die nun idealerweise eingekürzt werden sollten. Darunter fallen in erster Linie Obstbäume, da ein Rückschnitt die Blühwilligkeit erhöht. Gleiches gilt im Übrigen auch für viele Sträucher und auch für Rosen. Wer jetzt hier zur Gartenschere greift, kann sich erfahrungsgemäß im Laufe des Gartenjahres an einer ausgiebigen Blütenpracht erfreuen. Spezielle Gehölze wie Hainbuche, Haselnuss, Weiden oder Holunder vertragen alle 4-5 Jahre einen Rückschnitt besonders gut.

 

Warum ein Rückschnitt sinnvoll ist

Es gibt viele Gründe, die das Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern befürworten. Neben der bereits erwähnten Anregung der Blühwilligkeit zählen dazu unter anderem noch folgende Punkte:

  • Zur Formerhaltung

Ein Rückschnitt bringt zahlreiche Pflanzen wieder in Form. Sowohl für Hecken als auch für einzelne Bäume und Sträucher bedeutet ein Rückschnitt üblicherweise eine optische Aufwertung.

  • Erhaltung der Farbe

Viele Pflanzen verlieren im Laufe der Zeit an Farbwirkung. Ein Rückschnitt kann diesbezüglich Wunder wirken. Das leuchtende Rot des sibirischen Hartriegelholzes beispielsweise lässt sich nur durch das Wachstum junger Äste erhalten, was wiederum nur nach Rückschnitten der alten Triebe auftritt. Auch das Laub der rotblättrigen Haselnuss vergrünt im Laufe der Zeit. Die Blätter junger Triebe zeigen sich jedoch wieder in dem einzigartigen Rot.

  • Zur Gesunderhaltung

Ein Rückschnitt verjüngt und kräftige eine Pflanze. Dadurch können Bäume und Sträucher besser regenerieren und sind auch gegen Krankheiten besser gewappnet.

  • Aus Platzgründen

Ein sehr naheliegender Grund für einen Rückschnitt sind Platzgründe. Breitet sich ein Baum oder Strauch im Garten zu sehr aus und nimmt zu viel Platz für sich in Anspruch, darf gerne radikal zurückgeschnitten werden. Andere Gartenbewohner hätten ja vielleicht auch noch gerne etwas Platz. Außerdem gelangt so wieder mehr Licht in den Garten und an andere Pflanzen.

 

Verschiedene Arten von Rückschnitten

Beim Rückschnitt unterscheidet der versierte Garten-Fan zwischen verschiedenen Arten. Dazu zählen unter anderem:

  • Der Pflanzschnitt

Beim Pflanzschnitt einer wurzelnackten Pflanze werden die oberirdischen Triebe stark eingekürzt. Dadurch hat die Pflanze Zeit, sich zunächst voll und ganz auf ein intensives Wurzelwachstum zu besinnen.

  • Der Erziehungsschnitt

Wie der Name schon sagt, wird die Pflanze in ihrem Wachstum „erzogen“. Ziel eines Erziehungsschnittes ist der Aufbau eines soliden Astgerüsts für die Pflanze.

  • Der Erhaltungsschnitt

Beim Erhaltungsschnitt werden vergreiste Triebe und auch nach innen wachsende Äste entfernt. Dieses ist besonders bei zu dichten Sommerblühern regelmäßig nötig.

  • Der Verjüngungsschnitt

Der Verjüngungsschnitt ist vor allem bei Pflanzen angemessen, die schon länger auf eine intensive Pflege in Form eines Rückschnittes Warten. Hier darf beherzt zurückgeschnitten werden!

 

Garten im Februar – Mehr als schneiden

Der Februar ist nicht nur die Zeit des Rückschnitts, sondern auch die Zeit des Pflanzens. Viele verschiedene Gehölzarten können nun im Garten einen neuen Platz finden, da Gefahren durch Frost oder auch durch Frosttrocknis nun eigentlich nicht mehr drohen sollten. Ist der richtige Standort für den neuen Gartenbewohner erstmal gefunden, dann wird bei frostfreiem Boden der neue, heimische Platz bestens vorbereitet. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Gehölz mit Wurzelballen oder Nacktwurzel handelt. Wichtigste Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Anpflanzung sind ein lockeres, gut durchlüftetes und nahrhaftes Erdreich sowie eine solide Wasserversorgung. Doch bitte keine nassen Füße, denn das mag keine Pflanze auf Dauer wirklich gerne!

 

Erste Pflänzchen begeistern schon im Februar

In vielen Gärten zeigen sich bereits im Februar erste Anzeichen von Frühblühern wie Krokussen oder Schneeglöckchen. Wer sich diesbezüglich an einer ausgedehnten Blütenpracht erfreuen möchte, der kann Schneeglöckchen ganz unkompliziert selbst vermehren. Wenn dieses die Ameisen in der Vorsaison nicht bereits erledigt haben, so kann man selber zur Schaufel greifen und die Horste aus den zierlichen Wurzeln vorsichtig ausgraben. Dieses geht selbstverständlich nur an frostfreien Tagen. Anschließend werden die Horste vorsichtig zerteilt, möglichst ohne die zarten Wurzeln zu beschädigen. Damit die Wurzeln nicht austrocknen, heißt es, die Schneeglöckchen so schnell wie möglich wieder ins Erdreich zurück zu befördern. Bevor die Schneeglöckchen uns dann im März mit ihren Blüten erfreuen, haben sie genug Zeit, an ihren neuen Standorten einzuwurzeln.

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